The NYC Experience

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Wenn jemand an New York City denkt, denkt er meist an die großen Attraktionen, die die Stadt zu bieten hat. Angefangen beim Times Square, bis hin zum Central Park. Als ich dort 2010 drei Monate im Rahmen eines Praktikums verbrachte, habe ich erst in meinen letzten zwei Wochen dort, zusammen mit meinem Freund aus der Frankfurter Heimat, so richtig die Sights besucht. In meiner Zeit als Hilfswissenschaftlerin habe ich aber die Stadt aus einem anderen Blickwinkel erleben dürfen: aus dem eines dort Lebenden und Schaffenden. Und das ist genauso spannend, wie es sich anhört.

When someone thinks of New York City, he mostly thinks about the big sights that the city has to offer. Starting from Times Square to Central Park. When I was there in 2010 for three months due to an internship, I only really visited the sights in the last two weeks of my stay, when my boyfriend came to visit me. In my time as a student helper at a university, I was able to experience the city in a different perspective as before: out of the perspective of a living and working New Yorker. And that was as interesting, as it sounds!

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Eine Sache, die ich in der Zeit sehr stark wahrgenommen habe, war die amerikanische Freundlichkeit. Egal ob im Supermarkt an der Kasse, im Klamottenladen oder vor der Haustür: Überall wurde ich nett empfangen. „How are you today?“ , „My name is Shelley, if you need anything, just ask.“ oder „Good morning, lovely day, isn’t it?“ Ich erlebte einen Service und eine Nettigkeit, von dem die Deutschen nur träumen können. Sicherlich, manche freundlichen Worte sind vielleicht aufgesetzt. Dennoch: so machte mir das Einkaufen und das Sightseeing in NYC richtig viel Spaß und ich hatte nie das Gefühl, in einem Laden nicht willkommen zu sein.

Was mich bei meinem längeren Aufenthalt in NYC aufs Neue fasziniert hat, waren die unterschiedlichen Menschen und damit auch verschiedene Kulturen, die nebeneinander friedlich leben. So kaufte ich kleine Mitbringsel von einer Asiatin, bekam meine Notfall-Lebensmitteleinkäufe bei einem Mexikaner und trank in einem französischen Café leckeren Tee. In der Straße, in der ich wohnte, war an der einen Ecke eine evangelische Kirche; direkt gegenüber eine Synagoge. Wenn ich morgens die Straße runterlief, hörte ich oft, wie der Rabbi und der Pfarrer sich über das letzte Football-Spiel der New York Jets aufregten.

Und diese Szene war bei weitem nicht die Einzige, die ich in den drei Monaten dort erlebte. Überall sah ich, wie Menschen verschiedener Kulturen ganz friedlich und ohne viel Aufsehen miteinander leben. Natürlich gibt es auch die Ecken, wie beispielsweise Little Italy oder Chinatown, in denen nur eine Kultur vertreten ist. Allerdings lässt sich das auf die Einwandererhistorie zurückführen und diese Stadtteile sind heute mehr Touristenattraktionen als Wohnort für die jeweilige Kultur.

Ich kenne keine andere Stadt, in der nur annähernd so viele verschiedene Kulturen und Menschen existieren, aber vor allem: friedlich zusammenleben. Der Grund dafür ist relativ einfach erklärt: Wer nach NYC geht, möchte sich seinen Traum erfüllen. Es werden Träume erschaffen und erreicht. Deswegen ist es am Ende des Tages egal, ob man aus Asien, Mexiko oder Frankreich kommt – es zählt das, was man zur Gesellschaft beiträgt. Und das ist der wahre Zauber von New York City.

(Dieser Artikel erschien unter “A Student Abroad: The NYC Experience” in einem Unimagazin in der Januar/Februar 2011 Ausgabe.)

– English Version (cont.)

One thing that I was very aware of during that time was the American friendliness. At the cash register in the supermarket, in a clothing store or in front of the apartment door: everyone greeted me nicely. “How are you today?”, “My Name is Shelley, if you need anything, just ask.” or “Good morning, lovely day, isn’t it?”. I experienced a service and a friendliness that Germans can only dream of. Surely, sometimes it was not truly honest and just part of a job description. Still, shopping and getting around in NYC was much more enjoyable and I never had the feeling to be unwelcomed in any store.

What fascinated me again was the different people and therefore different cultures that live peacefully side by side. I bought small souveniers from an Asian woman, got my emergency food-craving-things from a Mexican and drank delicious tea in a French café. In the street, where I lived, was a protestant church on the one corner and a synagogue on the other corner. Every so often, when I walked down the street, I could hear how the priest and the rabbi got upset about the last New York Jets game.

And this scene was by far not the only one that I experienced in the three months. Everywhere I saw people of different cultures living together without any hassle. Surely, there are areas like Little Italy or Chinatown, in which there is only one culture, but that is due to the big immigration history NYC has.

I do not know any other city, in which there are so many different cultures and people in one place, but especially live together in peace. The reason for this is easy to explain, in my opinion: who moves to NYC, wants to fulfill his dream. Dreams are made and achieved. That is why, at the end of the day, it does not matter if you come from Asia, Mexico or France – what counts is what you give to society. And that is the magic of New York City.

(This article was published under “A Student Abroad: The NYC Experience” in a university magazine in their January/February 2011 edition.)

2 thoughts on “The NYC Experience

  1. Simon Sprankel

    Warum ist es ein Traum, nach NYC zu gehen? Mich reizt es zum Beispiel nur recht wenig…

    Und dieses “Good Morning, how are you, I love you” habe ich zwar noch nie erlebt, glaube aber, dass ich mich darüber aufregen würde, weil es so aufgesetzt und gespielt ist… Aber naja, viele finden das toll :-)

  2. Chrissara Post author

    Es ist ein Traum, nach NYC zu gehen, weil die Stadt, die Menschen etc ein reines Erlebnis sind. NYC war und bleibt zudem immer noch “die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten”. Das ist keine Floskel, das ist wirklich so. NYC bietet sehr vielen eine Plattform in diversen Bereichen. Wahrscheinlich muss man einfach in NYC gewesen sein, um diesen “Zauber” zu verstehen ;)

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