New York, New York!

Zum Semesterbeginn nächste Woche erscheint endlich wieder das Uni-Magazin, für das ich schreibe! Diesmal dreht sich alles rund um die, für mich, beste Stadt der Welt – New York City. Da ich diesen Sommer wieder dort war, durfte ich einen zwei-seitigen (ja! zwei – seitig!!) Bericht schreiben. Im Fokus stehen die zwei Gesichter der Stadt – die des Touristen und die des native New Yorkers.

On time for the new semester, the new edition of the university magazine I write for is coming out! This edition’s theme is all about (the for me) best city in the world – New York City. Since I was there this summer, I wrote a two-page report for the magazine. There, I focus on the two faces of the city – the tourist and the native New Yorker.

(Click for English Version)

Welcome to New York City!

newyork_skylineDer Flug nach New York City alleine ist schon ein Abenteuer. Viele sind noch nie so lange geflogen und die Sicht auf die New York City Skyline kurz vor der Ladung ist wirklich faszinierend. Wenn man auf der Straße steht, gibt es für den Touristen nichts schöneres, als in Bewunderung nach oben zu blicken und zu sehen, wie hoch ein normales Bürogebäude in den Himmel ragt.

Touristen wollen die typischen Sehenswürdigkeiten abklappern: Empire State Building, Freiheitsstatur, Rockefeller Center, Times Square, Macy’s, Bloomingdales, Ground Zero, Tiffany’s, Fifth Avenue, MoMa, Central Park. Und das alles in weniger als einer Woche – was auch tatsächlich möglich ist, denn die Stadt schläft nie.

Aber abseits von den Hochhäusern, erlebt der Tourist eine totale andere Definition von Massen und Lautstärke. Die Masse an Menschen scheint surreal und überwältigend und das Hupen und Fluchen der Taxifahrer, sowie das Pfeifen der Polizisten stören. Nicht zu vergessen die ganzen Dellen in den Autos, die eigentlich bereit für die Presse sind. Insbesondere die riesigen Löcher in den Straßen werden von Touristen gesehen und sie wundern sich, wie man bloß auf solch einer Straße fahren kann. Menschen, die von Block zu Block wandern, und scheinbar mit sich selbst reden, aber tatsächlich mit einem Headseat von ihrem Blackberry oder iPhone telefonieren. Fußgänger kreuzen bei Rot die Straße, wie noch nie zuvor gesehen. Eine Fahrt in der Subway kann anfangs auch sehr verwirrend sein, wenn man ausversehen eine Express Subway erwischt, die nicht an allen Haltestellen hält.

highline_sunsetTrotz des scheinbar unkontrollierbarem Chaos und den vielen Sehenswürdigkeiten ist eine Sache erstaunlich: die vielen unterschiedlichen Ecken, die New York City zu bieten hat. Ein Tourist biegt einmal in eine Straße ab und ist in einer komplett anderen Welt: Downtown, Little Italy, Chinatown, SoHo, Brooklyn, Meatpacking District. Jeder Teil ist einzigartig. Nicht nur durch die Gebäude und Läden, sondern auch durch die Menschen, die dort leben. Es gibt kaum eine andere Stadt, in der ein Tourist Native Americans, Spanier, Italiener, Chinesen, Juden und Afro-Amerikaner auf einmal sieht. Es scheint zunächst ungewöhnlich, aber fasziniert zugleich. Die Faszination wächst mit jedem Schritt, während man die Sights besucht und die Menschen aus unterschiedlichen Herkünften sieht, und man sich fragt, wie einer überhaupt jemanden in solch einer großen Stadt kennenlernen kann. Ein Tourist in New York City zu sein bedeutet, eine der Städte der Welt zu erkunden. Und definitiv wieder kommen zu wollen.

What’s up, New York?

New York, die Städte aller Städte, ist die Heimat von Millionen von Menschen. Eine Subway zur Arbeit nehmen ist normal, auch, dass es oft weit über 40 Minuten dauern kann. Spät dran? Ein Taxi ist immer eine Option. Auf dem Weg zur Arbeit trifft der Native New Yorker die selben Leute wie an jedem Tag – der russische Pförtner; der italienische Hausmeister der einen 3m x 2m Stück Gras einen Garten nennt; der indische Zeitungsverkäufer und nicht zu vergessen der Senegalese, der “echte” Rolex Uhren verkauft. Touristen, die plötzlich in der Mitte vom Gehweg (oder der Straße!) halten, nerven. Viel mehr auch, wenn sie einfach ein ganz normales Gebäude total fasziniert anschauen.

starbucks_newyorkNative New Yorkers besuchen die Sights allgemein selten – außer, es ist jemand zu Besuch. Das blinkende “Do Not Walk” Schild heißt, dass man sich beeilen muss, die Straße zu überqueren. Jedes Straßenloch wird vermieden, da man weiß, wo sie sind – schließlich sind sie da schon seit 20 Jahren. Und werden sicherlich auch die nächsten 10 Jahren immer noch da sein. Ein Native fährt kein Auto in der Innenstadt. Deshalb investieren sie in eine gute Dauerparkgarage, die so viel kostet, wie einer aus New Jersey monatlich für seine Wohnungsmiete zahlt. Heimlich bewundern Natives die Fahrweise von Taxifahrern. Wenn New Yorker also fahren, versuchen sie, genauso zu fahren. Wenn die Ampel gerade auf Rot schaltet, wird nochmal Gas gegeben, denn man weiß, dass es eine Sekunde dauert, bis die andere Seite Grün bekommt.

Ansonsten haben sie diverse kulinarische Restaurants in weniger als einem Kilometer um ihre Wohnung herum, welche, natürlich, liefern. Bagels und Pizza sind Grundnahrungsmittel und sie fehlen, sobald Natives die Stadt verlassen. Sie erwarten, dass jeder Supermarkt 24 Stunden lang geöffnet ist und es fällt ihnen leicht, 60$ für Lebensmittel auszugeben, die alle in eine einzige braune Tüte passen.

New Yorker kennen ihre Stadt wie ihre Westentasche und finden auf Anhieb diese eine Burger Bar, wo man vor einem halben Jahr war. Abends trifft man sich mit Arbeitskollegen oder Menschen, die über die Jahre Freunde geworden sind, weil man immer in der gleichen Subway führ. Oft reden sie über Dinge, die ihnen in der Stadt passieren, oder wen sie im Starbucks getroffen haben. Ein New Yorker sein bedeutet, Teil der Stadt zu sein. Und die Stadt auch ein Teil von einem Selbst zu sein.

I ♥ NY

New York City ist nicht eine gewöhnliche Metropole. Es gibt viel mehr, als nur die Sights wie das Empire State Building oder die Freiheitsstatue. Sie besteht aus vielen kleinen Welten, die in einer großen zusammengefasst wird und macht es möglich, dass sich jeder wie Zuhause fühlt. Eine Sachen haben der Tourist und der Native gemeinsam: der “Zauber” dieser wunderbaren Stadt verschwindet nie – Jeder erlebt ihn täglich. Die Stadt hat immer eine neue Überraschung auf Lager. Und das ist das magische von New York City.

(Dieser Artikel erschien unter “New York, New York – It’s a wonderful town!” in einem Unimagazin in der Oktober 2009 Ausgabe.)

Was liebst du an New York City? Teile deine Erlebnisse und Erfahrungen in den Kommentaren! 

– English Version (cont.)

Welcome to New York City!

The plane ride to New York City itself is an adventure. Many have not flown that long to any country before and the sight of New york City from the sky shortly before landing amazes most people. When standing on the street, there is nothing to do but to look up in awe how far a regular office building rises up.

Tourists want to see all the typical sightseeing spots: the Empire State Building, Statue of Liberty, Rockefeller Center, Times Square, Macy’s, Bloomingdales, Ground Zero, Tiffany’s, Fifth Avenue, the MoMa, and Central Park. And all this in less than a week. Which is actually possible, since the city never sleeps.

But beyond the high skyscrapers, a tourist experiences a totally different definition of “masses of people” and noise. The amount of people seems unreal and overwhelming and the honking and cursing of cab drivers or whistles of cops disturbing. Not to mention the various dents in each vehicle, which make it look ready for the junkyard. Especially the huge ditches in the streets catch one’s eye, questioning if someone could possibly drive on a street like that. People tumbling through the blocks appearing to talk to themselves, but actually are only communicating via headset over their Blackberry or iPhone. People jumping red lights, jaywalking as never seen before. A ride on the subway at first occurs as a confusion accidentally taking an Express train, which only stops at every other station not knowing they actually exist.

Despite of this seemingly uncontrolled chaos, by looking at all the sights, there is one thing that is remarkable: the various corners which New york city has to offer. A tourist makes one turn around the block and finds himself in a totally different world: Downtown, Little italy, Chinatown, SoHo, Brooklyn, Meatpacking District. Every part is unique. Not only through buildings and stores, but also through the kind of people who live there. There is hardly any other city in the world where a tourist sees Native Americans, Hispanics, Italians, Chinese, Jews and African Americans all in one place. It seems unusual in the beginning, but is amazing at the same time. The fascination of the city grows with every step, while looking at the sights and people of different heritage, wondering how one possibly could meet somebody in a big city like New york. Being a New York tourist means exploring one of the cities of the world. And wanting to return.

What’s up, New York?

New York, “the city of all cities”, is the hometown of millions of people. Taking a subway to work is the normal deal even if it takes 40 minutes. Running late? Taking a cab is always an option. On the way to work, a native New Yorker meets the same people as every other day – the Russian doorman; the Italian building super who constantly wants an 8′ x 10′ plot of patchy grass he calls a garden taken care of; the Indian newsstand guy, and not to forget the Senegalese guy at the corner, who sells “real” Rolex watches. Tourists, who suddenly stop in the middle of the sidewalk, right when one wants to walk past, are very upsetting. More so, if they are simply staring at a regular office building.

In general, natives hardly visit the sightseeing spots anyway – unless they have an out of town-er visiting. The flashing “Do Not Walk” signal means to hurry and cross the street, avoiding every small crack in the roas by heart; knowing that it has been there for the past 20 years. And probably will be for at least the next ten years. A native does not even think of using a car inside the city, if it is not desperately needed. That is why they spend a good amount of money on a car garage, where people from New Jersey would use the money to pay off their monthly rent. Secretly, they actually envy cab drivers for their driving skills. So when New yorkers drive, they act just like them. Meaning that when the traffic light jumps to red, they speed up, because they know that there is a one second pause until the other light turnes green.
Other than that, they have all diverse cuisines in a range of a mile from their apartement, which, of course, all offer take-out. Bagles and Pizza are their basic foods, and they miss them as soon as they try them in another city. They expect every supermarket to be open 24/7 and can easily pay 60 Dollars for groceries that all fit into one brown paper bag.

New Yorkers know their city by heart, leading them to a play they once ate that good burger at a half a year ago. In the evenings meeting up with co-workers or people who have become friends over the years because of taking the same subway every morning together. Mostly talking about things that happened to them in the city last week or whom they met when one was just buying a cup of coffee at Starbucks – like every other morning.
Being a New Yorker means being part of the city. And the city being part of oneself, too.

I ♥ NY

New York City is not just a regular metropolis. There is much more to it than the sights like the Empire State Building or the Statue of Liberty. It contains many small worlds in one big whole, making it possible for everyone to feel at home. There is one thing that the tourist and the native have in common: The “spark” of this wonderful town never disappears – it keeps reappearing in each individual in everyday moments.
The city always has a new surprise to offer. And that is the magical thing about it.

(This article was published as “New York, New York – It’s a wonderful town!” in an university magazine in their October 2009 edition.)

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