Category Archives: Stories & Thoughts

Stories and thoughts worth writing down.

Die Welt ist klein | It’s a small world

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“Die Welt ist klein und Frankfurt ist ein Dorf”, sagen hier viele Leute. Wenn ein Straßenfest oder eine andere, größere Veranstaltung in Frankfurt stattfindet, dann kann ich sicher sein, dass ich jemanden treffe, den ich kenne. Dabei kenne ich nicht übermäßig viele Leute. Das geht nicht nur mir so. Bei Mario Barth im vollbesetzten Waldstadion, nur zwei Reihen vor uns, stand ein guter Kumpel von einem Freund von mir, den er seit Monaten nicht mehr gesehen hatte. Auf dem Weg nach Hause traf eine Freundin eine Bekannte, die mittlerweile geheiratet hat. Neulich im Bus auf dem Weg zum Brunchen mit Freunden, durfte ich eine ganz besondere Art des zufälligen Wiedersehens miterleben.

“It’s a small world and Frankfurt is a village”, many people say here. When a street fair or some other big event takes place in Frankfurt, then I can be sure to meet someone, whom I know. Although I really do not know hundreds of people – it does not only happen to me. At a comedian’s performance in the full Frankfurt stadium, only two rows in front of us, my friend discovered one of his buddies who he had not seen in months. On the way home, a friend met an old classmate, who had gotten married in the meantime. A few days ago, as I was on the way to a brunch with friends, I experienced a very special form of this coincidental reunion.

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Pärchen und Pärchen-Pärchen | Couples and Couples-Couples

holding_handsPärchen. Als Single sieht man sie immer und überall, möchte sie am liebsten alle zusammen in einen Keller sperren, um sie aus der Sichtweite zu haben. Sobald man aber vergeben ist, spielt man für das andere Team: nämlich in das der Pärchen. Und doch gibt es selbst in diesem Team zwei Lager: die Pärchen und die Pärchen-Pärchen.

Couples. As a single, you see them all the time and everywhere. You want to pack them all together into a basement so they are not to be seen. As soon as you become part of a couple, you play for the other team: the couples. And still, within this team there are two sides: couples, and couples-couples.

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Die Straßen von New York | The Streets of New York

(Click for English Version)

Ich wache auf, meine Augen bleiben aber geschlossen. Durch das halbgeöffnete Fenster höre ich leise, fast nicht hörbar, das Rascheln der Blätter durch des Windes. Regentropfen fallen sanft auf die Fensterscheibe. Regnet es schon rein? Ich weiß es nicht. Ein lautes Geräusch folgt. Es ist ein Motor, der laut aufheult, wahrscheinlich der eines Schulbusses. Denn nur wenige Sekunden später folgt ein “Bye, Mom” von einem jungen Mädchen. Die Türen des Busses öffnen sich quietschend, schließen sich noch lauter und die Reifen drehen auf der nassen Straße durch, bis der Bus endlich weiter fährt. Die Regentropfen werden lauter. Autotüren knallen zu, ab und zu höre ich das mehrmalige hintereinander Klackern von hohen Schuhen. Und zwar so schnell, dass die Personen anscheinend rennen, um dem Regen zu entkommen. Etwas weiter in der Ferne höre ich ein langes Hupen. Wie die Sirenen eines Rettungswagens das Hupen bei weitem übertönen und wie sie dann immer leiser werden und wieder in der Ferne verschwinden.

Der Regen wird weniger. Aus dem lauten Prasseln ist ein leises Tropfen geworden. Ein Auto, aus dem Hip-Hop Musik schallt, fährt durch die Straße. Ich krieche aus dem Bett heraus, laufe zum Fenster. Was ich sehe sind viele kleine Pfützen. In ihnen liegen grüne, braune und wenige gelbe Blätter. Ich sehe einen kleinen Jungen, wie er grinsend mit Turnschuhen durch die Pfützen springt. Und wie seine Mutter ihn mit den Worten “Will you get out of there, NOW!” aus dem Nassen zerrt. Ein zarter Windstoß kommt und löst einen kleinen Schauer über meine Arme und meinen Rücken aus. Während ich das Fenster schließe, weiß ich: es ist Herbst.

– English Version(cont.)

I wake up, but my eyes stay shut. Through the half open window I hear a quiet, nearly infrasonic, rustling of the leaves through the wind. Raindrops fall softly on the window pane. Is it raining into the room already? I do not know. Then a loud sound. It is a vehicle, gunning its engine, probably from a school bus. Because only a few seconds afterwards a “Bye, Mom” from a young girl follows. The doors of the school bus squeak open, close even louder and the wheels spin on the wet street, until the school bus finally drives on. The raindrops turn louder. Car doors slam shut and I periodically hear the clattering of high heels. And they are so fast that the people are probably running, to get out of the rain. A bit further away in the distance, I hear a long honking of a car horn. How sirens of an ambulance drown out the car horn by far and how they then get increasingly quieter and disappear in the distance again.

The rain starts to stop. The patter of rain has turned into silent drips. A car, from which hip-hop music sounds out, drives through the street. I crawl out of bed, walk to the window. What I see are many little puddles. In them, there are green, brown and some yellow leaves. I see a small boy, how he jumps through the puddles in his sneakers with a big smile. And how his mother pulls him with the words “Will you get out of there NOW!” A slight wind passes and causes me to get a shiver over my arms and back. While I close the window, I know: it is fall.

Feierei – die Rituale und vielen Erinnerungen | Partying: rituals and many memories

Wie befreit wir damals doch waren. Die schriftlichen Abiklausuren waren geschrieben, bis zu den Mündlichen war noch einige Zeit. Jeden Mittwoch ging es abends ab ins Feindgebiet in einen netten Club, in den man locker mit Turnschuhen reinkam. Selbst nach der Schulzeit, als wir alle unseren Abschluss schwarz auf weiß in der Hand hielten, ging es Mittwochs zur “Party Out of Bounds”. Und als der erste aus unserer Gruppe auszog in seine erste, eigene Wohnung, entwickelte sich ein gewisses Ritual.

How freed we felt then. The written high-school finals were behind us and there was still time until the orals were up. Every wednesday we travelled to the other side of the Main river to a nice club, in which you got in with sneakers. Even after our high-school days, when we all had our diploma black on white, we went to the “Party out of Bounds” on wednesdays. And when the first one of the group moved into his first own apartment, a certain ritual started.

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Freundschaft | Friendship

Aktuell bastle ich in meinen Lernpausen an meinen Fotoalben herum und schneide, klebe, designe Fotoseiten. Es ist eine Reise in die Vergangenheit zu den vielen schönen Momenten und Erlebnissen mit meiner Familie und meinen Freunden.

Nach einer Stunde oder zwei, schließe ich das Fotoalbum und lerne weiter. Ich bin zurück in dem hier und jetzt. Doch meine Gedanken kreisen weiter um das Thema Freundschaft.

Currently I am scrapbooking and cut, glue, design photo pages during my study breaks. It is a time travel into the past to the many great moments and experiences with my family and friends.

After an hour or two, I close the scrapbook and continue to study. I am back in the present. But my thoughts still circle around the topic friendship.

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Mein Leben ‘zwischendrin’ | My life in-between

In der Kulturwissenschaft der Amerikanistik gibt es den Begriff  “Third Space”. Der Third Space  beschreibt die Situation einer Person, die aus zwei Kulturen stammt und weder die eine, noch die andere ist. Also jemand, der zwischen den Kulturen lebt.

Ich selbst bin eine Person zweier Kulturen bin (deutsch und amerikanisch) und es ist nicht immer ganz einfach. Es gibt viele Vorteile, aber auch Nachteile, die ich gerne mit euch teilen möchte.

In American Studies, more specifically in the culture studies, there is a term “third space”. Third space describes the situation of a person, who comes from two cultures and is neither the one, not the other. So someone, who lives in between the cultures.

I myself am a person of two cultures (German and American) and it is not always that easy. There are many advantages, but also disadvantages, which I want to share with you.

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